Mohren- Flüssigkeitsstandanzeiger      
  Stand :11 / 00 Beschreibung und Bedienungsanleitung     2.240
   
  Inhalt:  
   
  1. Verwendungszweck  
  2. Funktion und Beschreibung der Geräte  
  3. Montage und Inbetriebnahme  
  4. Betriebszustand und Ausblasen  
  5. Kugelselbstschluß  
  6. Reparaturen und Reparaturanleitungen  
  7. Bestelldaten  
   
  1. Verwendungszweck  
   
  Mohren-Flüssigkeitsanzeiger dienen zum Anzeigen und Messen des Flüssigkeitsniveaus in Flüssigkeits- und Dampf-
  kesselanlagen. Es sind grundsätzlich 2 Gerätetypen zu unterscheiden:  
   
  a) Flüssigkeitsstandanzeiger mit Reflexionsgläsern  
   
  b) Flüssigkeitsstandanzeiger mit Glasrohren  
   
  Die Mohren-Flüssigkeitsanzeiger werden aus Werkstoffen hergestellt, die dem Verwendungszweck des Anzeigers
  angepaßt sind. So z. B. Rotguß RG-5, Stahl C 22.8 oder Rst 37-2, Edelstahl 1.4571.  
   
   
  2. Funktion und Beschreibung der Geräte  
   
  a) Flüssigkeitsstandanzeiger mit Reflexionsglas  
   
  Das Reflexionsglas im Flüssigkeitsanzeiger bricht die von außen einseitig einfallenden Lichtstrahlen derart, daß sie
  von der Flüssigkeitszone je nach Brechungsindex des Wassers mehr oder weniger absorbiert werden, so daß der
  Flüssigkeitsraum entsprechend dunkel erscheint. In der Gas- oder Dampfzone werden die Lichtstrahlen total reflek-
  tiert. Aus diesem Grund bleibt der von der Flüssigkeit freie Raum hell. Um diesen Effekt zu erzielen, ist das Reflex-
  ionsglas auf der dem Flüssigkeitskanal zugewandten Seite mit Rillen versehen.  
  Die Gläser sind aus Borosilikatglas und sollten aus Sicherheitsgründen nicht höher als 35 bar bei höchstens 243°C
  belastet werden (DIN 7081). Treten jedoch höhere Drücke und Temperaturen auf, so ist je nach Grad der Erhöhung
  eine Glimmervorlage oder reine Glimmerausrüstung erforderlich. Bei einer Glimmervorlage wird die Glimmerscheibe
  auf die, dem Medium zugewandte, Glasseite gelegt. Eine Glimmervorlage ist nur bei Flüssigkeitsanzeigern mit
  Transparentgläsern möglich.  
  Der Flüssigkeitsanzeiger mit Reflexionsglas sowie der Anzeiger mit Transparentglas haben als Bauelemente Grund-
  und Deckrahmen. In den Grundrahmen eingearbeitet ist der Flüssigkeitskanal und die Auflagefläche für Glas und
  Dichtung. Über den Deckrahmen und den beiderseits des Flüssigkeitskanals befindlichen Schraubenreihen werden das
  Glas und die Dichtungen fest eingespannt.  
   
  b) Flüssigkeitsstandanzeiger mit Glasrohr  
   
  Der Flüssigkeitsanzeiger mit Glasrohr besteht aus je einem unteren und oberen Hahn- oder Ventilkopf und einem 
  Glasrohr, in dem der jeweilige Flüssigkeitsstand abgelesen werden kann. Je nach Wunsch kann das Glasrohr mit
  speziellen Schutzvorrichtungen ausgerüstet werden.  
   
  Allgemeines  
   
  Die entsprechenden Hahn- oder Ventilköpfe haben die Aufgabe, den Flüssigkeitsanzeiger zum Behälter hin abzu-
  sperren. Zur Sicherheit bei Glasbrüchen trägt der Kugelselbstschluß im Hahn- oder Ventilkopf bei. Die Funktion
  ist unter Punkt 5 beschrieben. Zum Entleeren des Flüssigkeitsanzeigers ist am unteren Kopf ein Ablaßhahn
  oder Ablaßventil angebracht.  
                   
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